Chronik

Kurzbeschreibung und geschichtlicher Hintergrund                          FV Lauterach e.V.

 

Wolfsdal-Bära:

1980 wurde die Maskengruppe gegründet. Bezogen auf das nahe Wolfstal mit seiner Bärenhöhle und deren ureigenste Bewohner entstanden die Wolfstal-Bära. Sie verkörpern die Abgeschiedenheit und das ursprünglich recht raue Leben am Rande der Schwäbischen Alb.

 

Das Bära-Häs besteht aus einem braunen Felloberteil und einer Fellhose. Arme und Beine enden mit einem Besatz aus schwarzem, langhaarigem Fell. Die Hose ist seitlich an der Beinnaht zusätzlich mit Glöckchen verziert. Dazu werden schwarze Schuhe und schwarze Handschuhe getragen. Die aus Holz bestehende Maske stellt das Gesicht eines Bären dar, an die sich wiederum schwarzes Fell anschließt. Dieses Maskentuch erstreckt sich über den ganzen Rücken. 

 

 

 

Schnegga:

1979 wurde die Maskengruppe gegründet. Als historischer Hintergrund diente eine Oberamtsbeschreibung aus Ehingen aus dem Jahre 1926, wonach Lauterach als Schnecken- und Beerensammlerdorf bezeichnet wurde und einen nicht unbedeutenden Schneckenhandel bis nach Wien unterhielt.

 

Das Schnegga-Häs besteht aus dunkelbeigem/hellbraunen Baumwollstoff. Das Oberteil ist vorne und hinten auf Bauchhöhe und an den Unterarmen mit Efeuranken bestickt. Die Hose ist über dem Hosensaum bestickt. Die aus Holz geschnitzte Maske stellt ein Schneckenhaus dar, an deren obersten Punkt eine Schnecke herauslacht. An sie schließt sich ein gleichfarbiges, ebenfalls mit Efeuranken besticktes Baumwolltuch an. Am unteren Tuchrand sind noch zusätzlich fünf Holzglocken angebracht. Außerdem sind über das gesamte Maskentuch verteilt leere Schneckenhäuser angenäht. Dazu werden schwarze Schuhe und schwarze Handschuhe getragen. 

 

 

 

Wilder Bär:

Das Häs vom wilden Bär besteht aus Hose und Jacke in grauem Fellstoff. Auch das Maskentuch ist aus dem gleichen Fell gefertigt. Zusätzlich trägt er einen breiten schwarzen Gürtel mit silbernen Glocken, der als Koppel für den Bärentreiber benutzt und mit dem er durch den Umzug geführt wird. 

Das Besondere am Häs ist die Holzmaske die im Jahr 2018 zum ersten Mal an den Umzügen teilnimmt. Sie stellt den Kopf eines Bären dar, der wegen der Schnecke auf seinem Kopf ganz wild wird. Die Schnecke soll zudem die Zusammengehörigkeit von Schnegga und Bära unterstreichen. 

Sine Geschichte soll auch, nach seinem Aufwachen aus dem Winterschlaf, das Ende der Winterzeit darstellen. 

 

 

 

Bärentreiber:

Das Kostüm des Bärentreibers wird auch ab der Fasnet 2018 durch eine Holzmaske aufgewertet. Die Holzmaske des Mannes stellt eine ältere Person dar, die vom Leben bereits stark gezeichnet ist. Er trägt hellbraunes Schweifhaar, welches Ihm bis zu den Schultern reicht. Das Häs setzt sich aus einem weißen Bauernhemd, einer schwarzen Cordhose, weißen Gamaschen, schwarzen Schuhen und schwarzen Handschuhen zusammen. Zusätzlich trägt er einen beigen Stutzer der mit dunkelgrünen Besätzen an Armen und am Kragen versetzt ist. Abgerundet wird das Häs von einem breiten schwarzen Gürtel um den wilden Bären zu befestigen. 

 

 


Allgemein:

Bis zum Jahre 1994 war die Zahl der Maskenträger und der Umfang des fasnächtlichen Treibens derart gestiegen (insgesamt 120 Mitglieder), dass beschlossen wurde, den Fasnetsverein Lauterach e.V. zu gründen. Dieser umfasst sowohl Bära als auch Schnegga, die beide im Jahr 2000 neue Häßer bekommen haben.

 

Von 1994 bis 2000 war Gerhard Vollmayer Zunftmeister des Vereins. Danach übernahm Joachim König dieses Amt, bis ins Jahr 2010. Gerhard Vollmeyer und Joachim König wurden beide zum Ehrenzunftmeister ernannt. 2010 hat Rainer Eppensteiner das Amt des Zunftmeisters übernommen. Seit 2018 ist Daniel Buck, der neue Zunftmeister der Bära und Schnegga. Auch Rainer Eppensteiner wurde zum Ehrenzunftmeister ernannt. 

 

 

 

S’Lauteracher Lied

Wer kennt noch nicht Lauterach, es ist der Schönste Ort!

Wer mal war in Lauterach, der will nie wieder fort!

Ruhe und Gemütlichkeit, die sind hier zu Haus,

|: und wer das nicht glauben will, den lachen wir einfach aus! :|


Im Frühling wenn die Sonne lacht, da ziehen wir ins Wolfstal hinaus,

Die Märzenglöckchen sind eine Pracht, wer bliebe da zu Haus?

Im Sommer wird manches Fest arrangiert, mit Bier und Most und Wein

|: es wird gebrutzelt und gegrillt beim Lagerfeuerschein! :|


Beim Frühschoppen am Sonntagfrüh, da geht es lustig zu,

die Kronenwirtin bringt das Bier, die Stimmung steigt im Nu

Das Heimgehn dann schon mancher vergaß, beim Frühschoppen ist’s halt so schön

|: die Liebste zu Hause aber niemals schimpft, sie kann’s ja gut verstehen! :|


Unter dem Kastanienbaum, auf der alten Bank,

erfüllte sich schon mancher Traum, so manches Herz hat gebrannt.

Denn die Mädchen hier im Ort sie sind so wunderschön,

|: wer sie mal sah geht nie wieder fort, das kann man doch verstehn! :|